ANSICHTSSACHEN / 20. März bis 06. Juni 2026
Felix Weinold
ANSICHTSSACHEN versteht sich als Wortspiel und Programm zugleich. Der Titel verweist auf die Tradition der Ansichtskarte ebenso wie auf die Subjektivität des Sehens. Historische Postkarten und Fotografien bilden den Ausgangspunkt der künstlerischer Position, werden jedoch aus ihrem ursprünglichen dokumentarischen Kontext gelöst und in neue Bildzusammenhänge überführt. So entstehen Werke zwischen Erinnerung und Imagination, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität.Felix Weinold arbeitet mit zufällig gefundenem Bildmaterial, das als offenes, zeitlich aufgeladenes Archiv fungiert. In der künstlerischen Aneignung werden diese Bilder neu strukturiert, verfremdet und emotional aufgeladen. Die scheinbar vertrauten Motive verlieren ihre orientierende Funktion und öffnen sich als Zwischenräume der Wahrnehmung.
Titelbild: Felix Weinold "Taranto" 180x240 cm
Felix Weinold, *1960
1982–1988 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof.
Gerhard Berger, Meisterschüler. Arbeiten in Sammlungen (Auswahl): Bayerische
Staatsgemäldesammlungen, München; Sammlung Würth, Künzelsau; Museum
Gunzenhauser, Chemnitz; Kreditanstalt für Wiederaufbau; Kunstsammlungen
Augsburg; Biblioteca Nacional, Madrid; Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt/M.;
SBB Schweizer Bundesbahn; Signal IDUNA, Dortmund; SwissLife, München
"ZMARSLY" (1919 - 1996) - Skulptur & Malerei
Der oberbayerische "Universalkünstler" Erich Zmarsly (1919–1996), der nach dem Zweiten Weltkrieg in Ebersberg wirkte und als prägende Künstlerpersönlichkeit der regionalen Nachkriegsmoderne gilt, war außergewöhnlich vielseitig tätig – als Zeichner, Maler, Bildhauer, Grafiker, Möbeldesigner und Gestalter – und arbeitete mit Materialien wie Holz, Stein, Keramik und Metall.
Mit zahlreichen Fassadengestaltungen, Wandbildern, sakralen Arbeiten und Kunst-am-Bau-Projekten prägte Zmarsly das Stadtbild von Ebersberg nachhaltig; zudem arbeitete er für öffentliche Auftraggeber und gestaltete unter anderem Beiträge zur Bundesgartenschau 1961 in Stuttgart. Viele Werke befinden sich heute in Privatbesitz und gelangen nur selten auf den Kunstmarkt. Parallel zur aktuellen Ausstellung zeigt die Galerie kuk44 exklusiv- in Zusammenarbeit mit der Familie Zmarsly- Werke von Erich Zmarsly. dem Ebersberger Universalkünstler und Ehrenbürger. Bis 12 Juni 2026.
ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT
Duo-Ausstellung mit Bettina Kiebler und Karolin Schumann
Vernissage
Sonntag, 14. Juni, 16 Uhr
Musikalische Umrahmung: Anastasia Lytvin (Flöte)·Tanzchoreografie: Viktoriia Hartmann
—
Künstlerinnengespräch
Samstag, 11 Juli, 11 Uhr
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Die Künstlerinnen sind zu beiden Terminen anwesend.
Duo-Ausstellung mit Bettina Kiebler
und Karolin Schumann
In einer Gegenwart, die von künstlicher Intelligenz, technologischer Beschleunigung und gesellschaftlichen Transformationsprozessen geprägt ist, stellt sich die Frage, wie Zukunft entsteht und auf welchen Voraussetzungen sie beruht.
Die Duo-Ausstellung Zukunft braucht Herkunft nähert sich dieser Frage aus zwei unterschiedlichen, bewusst aufeinander bezogenen künstlerischen Perspektiven. Im Zentrum steht der Mensch – seine emotionalen Zustände, seine Wahrnehmung, seine Erinnerung und seine Projektionen.
Die Ausstellung vereint
– eine digitale, KI-gestützte Porträtarbeit, die mit historischen Bildtraditionen, kulturellen Referenzen und gespeicherten Bildgedächtnissen arbeitet,
– und eine analoge, abstrakte Malerei, die über Materialität, Farbe, Rhythmus und körperliche Geste emotionale Zustände erfahrbar macht.
Die beiden Positionen sind nicht als Gegenüberstellung konzipiert, sondern als dialogische Beziehung.
Zentrales kuratorisches Element ist das „Werk im Verbund“. Jede thematische Einheit besteht aus zwei Arbeiten, die gemeinsam entwickelt, präsentiert und vertrieben
werden. Ausgangspunkt ist ein gemeinsamer Begriff – etwa Sehnsucht, Verlust, Aufbruch oder Hoffnung.
Das digitale Porträt formuliert diesen Begriff als Bild des Menschen, als Projektion, Erinnerungsfragment oder kulturelle Referenz.
Die abstrakte Malerei übersetzt denselben Begriff in Farbe, Struktur und Bewegung.
Die Arbeiten sind nur gemeinsam lesbar und werden ausschließlich als Einheit angeboten.
Die Ausstellung versteht sich nicht als Gegenüberstellung von „analog“ und „digital“, sondern als Untersuchung ihrer wechselseitigen Bedingtheit. Zukunft erscheint hier nicht als Bruch, sondern als Weiterführung und Transformation vorhandener kultureller, ästhetischer und materieller Grundlagen.
Die digitale Arbeit verweist auf Herkunft im Sinne von Bildgeschichte, kollektiver Erinnerung und visueller Tradition.
Die analoge Malerei verweist auf Körperlichkeit, Material, Handwerk und unmittelbare menschliche Präsenz.
Im Zusammenspiel entsteht ein Resonanzraum, in dem deutlich wird, dass technologische Werkzeuge das Menschliche nicht ersetzen, sondern in einen erweiterten Kontext stellen.
Zukunft braucht Herkunft versteht sich als offenes Angebot zur Reflexion. Die Ausstellung verbindet digitale Konstruktion und analoge Präsenz,
ohne sie zu bewerten oder hierarchisieren. Sie zeigt Kunst als einen Ort, an dem technologische Entwicklungen und kulturelle Kontinuitäten
gemeinsam gedacht werden können.
NEBENSCHAUPLATZ - Christofer Kochs
Skulptur und Malerei
Eröffnung: 14.10.2022,19 Uhr
14.10.-23.12.2022
Mag Malerei vordergründig als farbige
Darstellung auf einer glatten Fläche ver-
standen werden, so drängt doch mancher
Künstler danach, diese Zweidimensiona-
lität zu durchbrechen oder gar zu
verlassen. Christofer Kochs hat hierzu eine ganz
eigene Gestaltungsweise entwickelt. Die
Leinwand wird gefaltet, teilweise mit ge-
rissenen Leinwandstreifen doubliert.
Figuren finden hier Halt und einen Aktions-
ort. Sie treten zwischen den Streifen
heraus, rudern über die Faltenwellen, leben
mit und gegen das Vorgefundene und
überwinden es schwebend. Der Malerei und
Graphik steht das bildhauerische Werk
kongenial gegenüber. Dass es dem Künst-
ler auch hier nicht um geschlossene Formen
und glatte Oberflächen geht, versteht
sich fast von selbst. Sein Werkzeug dringt
tief in das Holz, durchformt die Körper
zu prägnanten Faltengebilden oder
durchbricht sie und höhlt sie aus.
Christofer Kochs, 1969 in Osnabrück
geboren, studierte 1992-1996 an der Akade-
mie der Künste in München und erhielt
bereits 1995 den Lucas-Cranach-Förder-
preis in Kronach. Zahlreiche weitere
Auszeichnungen folgten.Kochs lehrt an der
Hochschule Augsburg. Seine Ausstellungen
führten ihn u.a nach Berlin, Köln,
Amsterdam, Sydney und New
York.
»Wiedersehen mit der Gegenwart«,
Holzschnitt, Öl, 140 x 100 cm
Petar Koši
Biografische Daten
1995 geboren in Zagreb/Kroatien
2015 - 2020 Zagreber Akademie der bildenden Künste.
2020 Diplom bei prof. art. Petar Barisic Bildhauerei.
Erster Preis "Rektorova nagrada" für team- und wissenschaftlicheArbeit zum Thema „internationaler Gedenktag an die Holocaust Opfer“.
Zahlreiche Gruppen und Einzelausstellungen in Kroatien, Slowenien und Spanien .
BODY IN TRANSITION - Matter and spirit relation
"Košis Arbeit lenkt die Wahrnehmung auf die Suche nach Gegenseitigkeit der Idee und ihrer Materialisierung.Es ist eine Rede von abstrakten, dynamischen Formen, Spielen von reinen Volumen ohne Mimetik, nur bewahrte sensorische Assoziativität."
Petar Koši gehört zu einer Gruppe junger kroatischer Künstler mit einem frischen Diplom der Zagreber Akademie der Bildenden Künste, die sich bereits durch die Qualität ihrer künstlerischen Arbeit als Träger der neuen Kunstszene hervorheben. Dieser junge akademische Bildhauer verwirklicht seine positive künstlerische Bilanz, die in dieser Ausstellung präsentiert wird, durch Skulpturen und eine Reihe von Zeichnungen. Mit ihnen sublimiert er seine an der Akademie begonnenen künstlerischen Beschäftigungen, denen der Wunsch nach „der Verwirklichung einer abstrakten Version des menschlichen Körpers im Material“ zugrunde liegt.
Das Vorhaben führte zu zahlreichen Studien, Zeichnungen und Skulpturen des menschlichen Torsos. Ausgangspunkte natürlich im Anthropomorphen und Organischen, Finale aber in der geometrischen, völlig abstrahierten Form von unregelmäßigen Sechsecken oder Kreisformen und weich geschwungenen Linien in der Zeichnung. Der Torso, in der ursprünglichen Vervielfältigung des jungen Koši als attraktivster Teil des menschlichen Körpers , wird zu einer Form, die zu seinem persönlichen künstlerischen und semantischen Zeichen – dem Torso – heranwächst. In einer Reihe von Zeichnungen wird er zu einer Legion, in skulpturalen Metalltriptychen sowohl zu einem Körper als auch zu seiner Schutzrüstung.
Rüstung, sowohl als buchstäbliches als auch als symbolisches Motiv der Ausstellung, wirft Fragen und Zweifel über ihren Zweck auf, die Schädlichkeit, durch das Tragen einer "emotionalen" Rüstung falsche Sicherheit zu schaffen, die eigene Schwäche und Verwundbarkeit unter einem vermeintlich sicheren Schild zu verbergen . Mut und Unberührbarkeit. Aber indem es zu einem Faktor falscher Sicherheit wird, kann es zu einem integralen, untrennbaren Teil unseres Wesens werden und eher zu einer Last als zu einer Sicherheit werden.
Wie mundgeblasen
stehen sie
aufgereiht
ihre Körper wie Nymphen
die Töchter der Penelope
das Licht
gibt ihnen Kraft
Martin Potsch ist Designer aus München.
Glas ist die Leidenschaft, der er sich seit 20 Jahren hingibt.
Zunächst als Sammler von klassischem Formglas. Im Sommer
2014 dann eine erste Kooperation mit der Glasfachschule
Zwiesel und die Entscheidung, mit dem Werkstoff Glas zu arbeiten.
Seit 2018 Kooperation mit der Glashütte Gernheim bei Minden(NRW)
Seit 2016 Zusammenarbeit mit dem Einrichtungshaus
Böhlmer im Tal, München.
Seit 2018 bei Stefan Vogdt, Galerie der Moderne, München
Seit 2020 vertreten durch Galerie Karl Kemp, New York
In öffentlichen Sammlungen:
Museum Kunstpalast, Düsseldorf Glasmuseum Hentrich
INCONTRO-Skulptur und Malerei
NEUE AUSSTELLUNG
06.Mai -31.Juli 2021
Ralf Klements Skulpturen, denen er die Jetztzeit eingeprägt hat und die
gleichzeitig roh und von tiefer Poesie sind, treffen auf Nicole Mahrenholtz´
meta-reale Bilder. Sie versteht sich als Archäologin verborgener Dinge,
die auf zumeist alten Fotos zu sehen sind.
***
Ein Paar Eindrücke von der Eröffnung am 06. Mai 2021
WEIHNACHTS-KULTURWEG 2020
LICHT 2.0/ SINUSOID / SUSANN DIETRICH
Die Künstlerin bespielt die Räumlichkeiten der Galerie KUK44 und verwandelt sie mit Hilfe
des Lichts in einen gleichsam überirdischen Ort. Diese Vorgehensweise folgt der Philosophie der Künstlerien, wonach Gegenstände nicht existieren - Gegenstände werden im Geist konstruiert, z.B.
im menschlichen Geist, sie existieren aber nicht an sich. Akzeptiert man dies und betrachtet einen
im Geiste konstuierten Gegenstand, so kann man ihn phänomenologisch untersuchen, nämlich
wie er scheint und nicht wie er ist, schließlich ist er ja gar nicht.
Susann Dietrich (1984) ist bildende Künstlerin (Meisterschülerin), diplomierte
Kommunikationsdesignerin und Forscherin im Bereich der ästhetischen Bildung.
Ihr Interessenschwerpunkt gilt der Alchemie des Lichts.
Licht 2.0 ist ein Projekt des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins in Kooperation mit der Stadt Pfaffenhofen.
Neu in der KUK44
Alessandro Serafini:
"Die Landschaft einer Menschlichen Seele liegt in ihrem Blick"
Wer ist Alessandro Serafini?
Ein Sohn der Vergangenheit. Die Vergangenheit…
Was bedeutet das?
Die alten Meister sind meine Lehrer, welchen ich täglich begegne. Ich denke an Antonello da Messina, Bartolomeo Veneto, Leonardo und den Niederländer Rogier van der Weyden.
Für mich handelt es sich somit um die „künstlerische“ Vergangenheit. Ein Konzept der Schönheit.
Und darüber hinaus… Gegenwart?
Die Gegenwart ist meine Schöpfung. Durch diese interpretiere ich die Ästhetik der Strukturen und Formate meiner Bilder.
Bildergalerie 2017-2020
PETAR KOŠI
BODY IN TRANSITION - Matter and spirit relation
23. JUNI - 15. SEPTEMBER 2022
